Drei Länder. Eine Kultur. Tausend Unterschiede.

Vom Kaspischen Meer ans Schwarze Meer — 23 Tage durch den Südkaukasus mit dem Mietwagen.

Was Aserbaidschan, Georgien und Armenien verbindet, ist mehr als eine gemeinsame Geographie: Es ist eine kaukasische Kultur, die in allen drei Ländern spürbar gelebt wird. Eine Geschichte, die Jahrtausende zurückreicht. Gastfreundschaft, die keine Floskel ist, sondern gelebte Tradition. Stolz auf das eigene Land und die eigene Herkunft. Ehrenkodizes, die das Zusammenleben formen. Und eine tiefe Religiosität — ob islamisch, orthodoxisch-christlich oder apostolisch-christlich — die Architektur, Kulinarik und Alltag gleichermaßen prägt.

Die Route der 23-tägigen Mietwagenrundreise vom Kaspischen Meer (Baku) ans Schwarze Meer (Batumi) — durch Aserbaidschan, Georgien und Armenien.

Und doch: Wer genau hinschaut, entdeckt faszinierende Unterschiede. Im Brot, das anders gebacken wird. Im Wein, der in Georgien in Tonetöpfen reift und in Armenien eine ganz eigene Geschichte erzählt. In der Art, wie man feiert, wie man begrüßt, wie man über die Welt spricht. Die Religionen haben drei Völker unterschiedlich geformt — und das merkt man, sobald man die Grenze überquert.

Diese Reise macht genau das erlebbar: die gemeinsamen Wurzeln und die lebendigen Unterschiede des Südkaukasus — nicht als Theorie, sondern auf der Straße, am Tisch, im Gespräch.

Baku und seine Flammentürme, die steinzeitlichen Felszeichnungen von Gobustan, die alten Karawanenwege Shekis, der Kasbek im Großen Kaukasus, Tbilissi, der Sewansee, der Ararat am Horizont, Jerewan — und zum Abschluss das subtropische Batumi am Schwarzen Meer.

Wir haben diese Route konzipiert, erprobt und über viele Jahre verfeinert. Kaum ein anderer Reiseveranstalter bietet die komplette Dreiländer-Rundreise so an — mit lokalen Guides in allen drei Ländern, ausgewählten Unterkünften und dem persönlichen Service eines erfahrenen Teams, das den Kaukasus aus nächster Nähe kennt.

Empfohlene Reisezeit: Mai bis Oktober
Dauer: 23 Tage — auf Wunsch verlänger- oder kürzbar
Flug: An Baku, ab Tbilissi

Wir organisieren diese Reise individuell zu Ihrem Wunschtermin — schreiben Sie uns.

Überblick

Der Südkaukasus ist eine der faszinierendsten Regionen der Welt — und diese Reise zeigt ihn Ihnen in seiner ganzen Tiefe. Nicht ein Land, nicht zwei, sondern alle drei: Aserbaidschan, Georgien und Armenien. Drei Staaten, die seit Jahrtausenden nebeneinander existieren, sich bekriegt und befriedet haben, voneinander gelernt und sich voneinander abgegrenzt haben — und die heute zusammen ein kulturelles Mosaik bilden, das in dieser Dichte nirgendwo sonst auf der Welt zu finden ist.

Sie starten in Baku, der Metropole am Kaspischen Meer. Eine Stadt, die mit ihren Flammentürmern in die Zukunft weist und gleichzeitig eine der schönsten mittelalterlichen Altstädte des Kaukasus bewahrt. Das Land ist islamisch geprägt, die Küche reich und aromatisch, die Gastfreundschaft überwältigend. In den Bergen des Großen Kaukasus, im uralten Dorf Khinaliq auf 2.350 Metern, und auf den Karawanenwegen von Lahic und Sheki erfahren Sie, wie tief die Geschichte Aserbaidschans reicht.

An der Grenze bei Lagodechi-Balakan wechseln Sie das Land — und mit ihm die Welt. Georgien empfängt Sie mit Kachetien, dem Weinland des Kaukasus, wo Wein seit 8.000 Jahren in Tonetöpfen reift. Die Georgische Heerstraße führt Sie durch atemberaubende Berglandschaften bis zum Fuß des Kasbek. Orthodoxe Kirchen, alte Wehrtürme, eine Hauptstadt voller Leben: Georgien ist christlich seit dem 4. Jahrhundert — und dieser Glaube ist kein historisches Detail, sondern lebendige Gegenwart.

Dann Armenien — das älteste christliche Land der Welt, geprägt von einer Geschichte, die Triumph und Tragödie gleichermaßen kennt. Der Sewansee, die Araratebene, das Kloster Khor Virap mit dem Ararat am Horizont: Armenien hat eine eigene Schwerkraft. Die Küche ist anders als die georgische — reicher an Gewürzen, erdiger, tiefer. Die Architektur aus rot-schwarzem Vulkanstein erzählt von einer Kultur, die sich immer wieder neu erfunden hat.

Und am Ende: die Fahrt über die Höhlenstadt Wardsia und den Kleinen Kaukasus nach Batumi — Schwarzes Meer, Palmen, Promenade. Ein Abschluss, der das Versprechen dieser Reise einlöst: Sie haben den gesamten Südkaukasus durchquert, von Ost nach West, von der Steppe bis ans Meer.

Die Gesamtstrecke beträgt etwa 2.600 Kilometer. Sie fahren einen SUV-Geländewagen, übernachten in 4*- und 3*-Hotels sowie sorgfältig ausgewählten Gasthäusern. Unser Team in Tbilissi, Baku und Jerewan begleitet Sie — im Hintergrund, aber immer erreichbar.

Höhepunkte der Reise

  • 🔥 Baku — die Perle am Kaspischen Meer Eine Stadt zwischen Orient und Moderne: mittelalterliche Altstadt, sowjetisches Erbe und die Flammentürme, die nachts über dem Kaspischen Meer leuchten.
  • 🪨 Gobustan — Steinzeitliche Felszeichnungen Vor 40.000 Jahren haben Menschen hier ihre Welt in Stein geritzt. Einer der eindrucksvollsten Orte Aserbaidschans — und kaum bekannt.
  • 🏔️ Khinaliq — Das höchste Dorf des Kaukasus Auf 2.350 Metern, umgeben von Gipfeln, lebt hier eine Gemeinschaft, die ihre eigene Sprache spricht und eine Welt für sich ist.
  • 🛺 Lahic und Sheki — Auf der alten Seidenstraße Kupferschmiede, Karawansereien, das Aroma von Gewürzen und frischem Brot — hier ist die Seidenstraße noch spürbar.
  • 🍷 Kachetien — Das Weinland des Kaukasus Georgien ist die Wiege des Weins. In Kachetien schmeckt man, warum: Weinverkostung auf einem Weingut, Qvevri-Wein aus dem Tonetopf, Gastfreundschaft ohne Ende.
  • ⛪ Der Kasbek und die Georgische Heerstraße Eine der legendärsten Bergstraßen der Welt führt Sie bis auf 2.170 Meter zur Dreifaltigkeitskirche — mit dem Kasbek als Kulisse.
  • 🏙️ Tbilissi — Hauptstadt des Lebens Schwefelbäder, Altstadt, Narikala-Festung, lebhafte Weinbars und eine Energie, die man so schnell nicht vergisst.
  • 🌊 Der Sewansee — Armeniens blaues Herz Auf fast 1.900 Metern über dem Meeresspiegel liegt einer der größten Hochgebirgsseen der Welt — ein Ort von stiller, überwältigender Schönheit.
  • ⛩️ Khor Virap — Der Ararat am Horizont Das armenische Kloster mit dem Blick auf den Ararat — ein Bild, das sich ins Gedächtnis einbrennt. Der heilige Berg liegt in der Türkei, aber er gehört Armenien.
  • 🏛️ Jerewan — Die rosarote Stadt Aus Tuff-Stein gebaut, voller Cafés, Märkte und Kunstgalerien. Jerewan ist lebendiger als erwartet — und Armeniens Seele in einer Stadt.
  • 🍽️ Gjumri — Kulinarischer Abend in einer armenischen Familie Keine Restauranterfahrung ersetzt diesen Abend. Eine armenische Gastfamilie öffnet ihre Küche und ihr Haus — ein Moment, den Reisende immer als Höhepunkt beschreiben.
  • 🏯 Wardsia — Die Höhlenstadt im Fels Eine mittelalterliche Klosterstadt, in den Fels des Kleinen Kaukasus gehauen. Über 300 Höhlen, Kirchen, Gänge — und fast keine anderen Touristen.
  • 🌿 Batumi — Das Schwarze Meer als Schlusspunkt Palmen, Promenade, Fischmarkt und das ruhige Gefühl: Sie haben den gesamten Südkaukasus durchquert. Von Ost nach West. Vom Kaspischen ans Schwarze Meer.

Reiseverlauf

Tag 1 : Anreise nach Baku

Sie landen in Baku — und der erste Eindruck beginnt bereits auf dem Weg vom Flughafen: die Flammentürme am Horizont, das Licht über dem Kaspischen Meer, eine Stadt, die gleichzeitig alt und vollkommen neu ist. Unser Fahrer erwartet Sie am Flughafen und bringt Sie zu Ihrem zentral gelegenen Hotel in der Innenstadt. Der erste Abend gehört Ihnen — ein Spaziergang entlang der Promenade am Kaspischen Meer ist empfehlenswert.

Heute lernen Sie Baku in seiner ganzen Widersprüchlichkeit kennen. Um 10 Uhr treffen Sie Ihren aserbaidschanischen Guide für eine Stadtführung, die mehr ist als eine Sightseeing-Tour.

Sie beginnen auf der Allee der Märtyrer mit dem Panoramablick über die Stadt und das Kaspische Meer. Dann tauchen Sie ein in die Innenstadt — die mittelalterliche Altstadt Icheri Sheher, UNESCO-Weltkulturerbe, mit dem Palast der Shirwanschahs und dem Jungfrauenturm, dessen genaue Entstehungsgeschichte bis heute nicht vollständig geklärt ist.

Am Nachmittag fahren Sie mit dem Guide auf die Halbinsel Absheron — zum Feuertempel Ateshgah, einem zoroastrischen Pilgerzentrum, das von den natürlichen Erdgasvorkommen des Landes zeugt. Der Abend beginnt mit einem Begrüßungsessen in einem der besten lokalen Restaurants Bakus.

Frühstück, Imbiss, Abendessen

Tag 3 : Gobustan und Quba im Großen Kaukasus

Um 10 Uhr übernehmen Sie Ihren Mietwagen am Hotel — ab jetzt bestimmen Sie das Tempo.

Erster Halt: Gobustan, etwa 60 km südlich von Baku. Hier, in einer kargen Felslandschaft über dem Kaspischen Meer, haben Menschen vor bis zu 40.000 Jahren ihre Welt in Stein geritzt. Jagdszenen, Tänzer, Schiffe, Tiere — das Freilichtmuseum gehört zum UNESCO-Welterbe und ist einer der eindrucksvollsten und am wenigsten touristisch überlaufenen Orte des Kaukasus. Nehmen Sie sich Zeit.

Dann fahren Sie entlang der Küste des Kaspischen Meeres nach Norden. Die Landschaft wechselt — hinter Baku wird die Halbinsel Absheron trockener, steppenartig, durchzogen von alten Ölanlagen. Kurz vor Quba empfängt Sie der Rand des Großen Kaukasus mit dem schönen Chanlibel-See.

Strecke: ca. 270 km / Fahrtzeit: ca. 3,5 Std. — Frühstück

Tag 4 : Das Bergdorf Khinaliq

Heute fahren Sie auf einer der eindrucksvollsten Bergstraßen Aserbaidschans hinauf nach Khinaliq — auf 2.350 Metern eines der höchstgelegenen Dörfer des gesamten Kaukasus. Die Straße ist kurvenreich und die Landschaft wechselt rasant: Erst Obstgärten, dann offene Hochweide, dann Fels und Gipfel.

Khinaliq ist kein Touristendorf. Die Menschen hier sprechen eine eigene, isolierte Sprache, die mit keiner anderen Sprache der Welt verwandt ist. Die Dorfgemeinschaft lebt seit Jahrtausenden auf diesem Plateau — mit Schafen, Pferden und dem Blick auf Gipfel über 4.000 Meter. Ein Picknick auf dem Weg dorthin ist empfehlenswert: In Quba können Sie frisches Brot, Käse und Obst einkaufen.

Planen Sie für Khinaliq mindestens zwei bis drei Stunden ein — für einen Spaziergang durch das Dorf, das Gespräch mit Einheimischen und das Panorama, das Sie so schnell nicht vergessen werden.

Frühstück / Breakfast

Tag 5 : Entlang des Kaspischen Meers bis nach Shamakhi

Die heutige Fahrt führt Sie zurück an die Küste und dann landeinwärts in die Hügel der Shirwan-Region. Unterwegs lohnen sich zwei Stopps: der markante Fünffingerfelsen Beshbarmag, der aus dem Kaspischen Meer aufzuragen scheint und in der aserbaidschanischen Mythologie eine besondere Rolle spielt, sowie das Bergdorf Shurabad mit seinen alten Türmen.

Ziel des Tages ist Shamakhi, eine der ältesten Städte Aserbaidschans. Hier steht die Juma-Moschee, im 8. Jahrhundert von den Arabern erbaut — eine der bedeutendsten Moscheen des Landes und ein stilles, würdiges Zeugnis der islamischen Geschichte dieser Region. Der Kontrast zu den christlichen Kirchen, die Sie in Georgien und Armenien erwarten, wird hier zum ersten Mal spürbar.

Strecke: ca. 250 km / Fahrtzeit: ca. 3,5 Std. — Frühstück

Tag 6 : Das Bergdorf Lahic und die Karawanenstadt Sheki

Heute sind Sie auf der alten Seidenstraße unterwegs. Erster Halt ist das Dorf Lahic, ein malerisches Handwerkerdorf, das sich in einem engen Bergtal versteckt. Die Hauptstraße ist gepflastert, die Häuser alt, und in den offenen Werkstätten hämmern Kupferschmiede noch heute mit denselben Techniken wie vor Jahrhunderten. Es gibt Gewürze, Felle, handgefertigte Kupfergefäße und lokale Produkte — nehmen Sie sich Zeit zum Stöbern.

Weiter geht es nach Sheki, einer der vermutlich ältesten Städte des Kaukasus. Der Khanspalast aus dem 18. Jahrhundert ist ein Meisterwerk der orientalischen Architektur — seine Fassade aus farbigem Glas und Wandmalereien ist ohne einen einzigen Nagel konstruiert. Die Karawansereien erinnern daran, dass Sheki einmal ein wichtiger Knotenpunkt des Handels zwischen Ost und West war.

Optional: Das unweit gelegene Dorf Nidj mit seiner albanisch-christlichen Kirche — ein stilles Zeugnis der vorislamischen Geschichte dieser Region.

Strecke: ca. 160 km / Fahrtzeit: ca. 2,5 Std. — Frühstück

Tag 7 : Sheki und das Dorf Kish

Sheki verdient einen zweiten Tag. Am Vormittag können Sie den lebhaften Basar besuchen, durch die Altstadt schlendern und die Atmosphäre dieser Stadt in Ruhe aufnehmen — Sheki hat eine eigene Langsamkeit, die man erst nach einer Weile bemerkt.

Am Nachmittag empfehlen wir die kurze Fahrt in das Dorf Kish, wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Hier steht eine albanisch-christliche Kirche, die als eine der ältesten Kirchen des Kaukasus gilt — lange vor der Islamisierung war diese Region christlich. Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl, bekannt durch die Kon-Tiki-Expedition, ließ die Kirche in seinen letzten Lebensjahren restaurieren und war überzeugt, dass die kaukasischen Albaner Vorfahren der Norweger sein könnten. Eine Geschichte, die zum Nachdenken einlädt.

Strecke: ca. 20 km (Kish und zurück) / Fahrtzeit: ca. 0,5 Std. — Frühstück

Tag 8 : Überfahrt nach Georgien

Ein besonderer Tag Ihrer Reise. Am Morgen besuchen Sie noch einmal den Basar von Sheki — frisches Brot, Granatapfelsaft, ein letztes Gespräch auf Aserbaidschanisch.

Dann fahren Sie zur Grenze bei Balakan-Lagodechi. Hier, an einem der ruhigeren Grenzübergänge des Kaukasus, geben Sie Ihren aserbaidschanischen Mietwagen ab und gehen zu Fuß über die Grenze. Auf der georgischen Seite erwartet Sie ab 13.30 Uhr Ihr neuer Mietwagen — den Sie von hier bis zum Ende der Reise behalten.

Georgien empfängt Sie sofort mit einem anderen Bild: grüner, üppiger, die Hügel geschwungener. Sie fahren in die fruchtbare Weinregion Kachetien. Heute Nacht schlafen Sie auf einem Weingut — mit Weinverkostung am Abend. Nach den Tagen in Aserbaidschan ein bewusster Kontrast: andere Sprache, andere Religion, andere Kultur — und doch derselbe Kaukasus.

Strecke: ca. 190 km / Fahrtzeit: ca. 4 Std. — Frühstück, Weinverkostung

Tag 9 : Auf der Georgischen Heerstraße

Eine der legendärsten Bergstraßen der Welt. Die Georgische Heerstraße verbindet seit der Antike den Südkaukasus mit Russland — Alexander der Große soll sie benutzt haben, Puschkin und Tolstoi haben über sie geschrieben, und heute führt sie Sie durch Landschaften, die atemlos machen.

Sie fahren via Tianeti zum Jinvali-Stausee, dessen türkisfarbenes Wasser sich zwischen den Berghängen spiegelt. Weiter durch das Terek-Tal, vorbei an alten Wehrtürmen und Bergdörfern, bis nach Stepantsminda am Fuß des Kasbek. Von hier führt ein Wanderweg hinauf zur Dreifaltigkeitskirche auf 2.170 Metern — eine der ikonischsten Aussichten Georgiens: die Kirche, der Kasbek dahinter, das Tal tief unten.

Strecke: ca. 180 km / Fahrtzeit: ca. 4 Std. — Frühstück

Tag 10 : Im Großen Kaukasus — Dshuta und das Chaukhi-Massiv

Heute verlassen Sie die Heerstraße und fahren in das stille Sno-Tal, das die meisten Reisenden nie zu Gesicht bekommen. Am Ende des Tals liegt Dshuta — ein kleines Bergdorf auf fast 2.200 Metern, umgeben von den Zacken des Chaukhi-Massivs, das manchmal als der „Kaukasische Dolomit” bezeichnet wird.

Von hier aus wandern Sie entlang des Flusses, durch einige leichte Furtdurchquerungen, bis zum Chaukhi-See. Die Landschaft ist wild und leer — Adler, Gletscherbäche, Fels. Gegen 16 Uhr kehren Sie zurück ins Dorf zu einem kulinarischen Nachmittag in einer lokalen Familie: Churchkhela, Käse, selbstgebrannter Chacha und Geschichten aus dem Bergalltag.

Strecke: ca. 40 km (Dshuta und zurück) / Fahrtzeit: ca. 1,5 Std. — Frühstück

Die Heerstraße führt Sie zurück in die Tiefebene — und in die Geschichte Georgiens. Mzcheta, die alte Hauptstadt des Landes, ist heute eine kleine Stadt, aber ihre Bedeutung ist unermesslich: Hier wurde Georgien im Jahr 337 zum christlichen Staat. Das Kloster Dshwari auf dem Hügel über der Stadt, wo Mtkvari und Aragvi zusammenfließen, ist eines der schönsten Bauwerke des frühen Christentums — und UNESCO-Weltkulturerbe.

Nehmen Sie sich Zeit für Mzcheta. Die Swetizchoweli-Kathedrale im Stadtzentrum, die Klosteranlage, der Blick vom Hügel. Dann Weiterfahrt nach Tbilissi, nur 20 Kilometer entfernt.

Strecke: ca. 150 km / Fahrtzeit: ca. 3,5 Std. — Frühstück

Tag 12 : Tbilissi

Um 10 Uhr beginnt Ihr Stadtrundgang mit einem deutschsprachigen Guide. Tbilissi ist eine Stadt, die man nicht in drei Stunden versteht — aber man kann beginnen: die geschwungenen Balkone der Altstadt, die Sioni-Kirche, die Festung Narikala hoch über dem Fluss, die Statue der Mutter Georgiens mit Schwert und Weinschale. Und überall: Cafés, Weinstände, Gespräche.

Am Nachmittag haben Sie Freizeit. Wer möchte, kann ein Privatbad in den historischen Schwefelbädern reservieren — das warme, schwefelhaltige Wasser ist eine Tbilissi-Erfahrung, die man nicht verpassen sollte. Gern organisieren wir auch ein Tisch in einem guten Restaurant oder besprechen mit Ihnen in unserem Büro die weitere Reiseroute.

Frühstück

Tag 13 : Dilidschan – die „Kleine Schweiz“ Armeniens

Heute überqueren Sie die Grenze nach Armenien — das dritte und letzte Land Ihrer Reise. Wir empfehlen die landschaftlich eindrucksvolle Route via Alawerdi durch die Debetschlucht, eine der tiefsten Schluchten des Kaukasus. Wer Zeit hat, fährt hoch zu den Klöstern Haghpat oder Sanahin, beide UNESCO-Weltkulturerbe, beide aus dem 10. Jahrhundert.

Armenien empfängt Sie anders als Georgien: ruhiger, schwerer, mit einer Geschichte, die spürbar nachwirkt. Erste Station ist Dilidjan, ein Kurort im Nordosten des Landes, der von dichten Wäldern umgeben ist und manchmal die „Kleine Schweiz” Armeniens genannt wird. Eine gute erste Unterkunft, ein gutes erstes armenisches Abendessen.

Strecke: ca. 200 km / Fahrtzeit: ca. 4 Std. — Frühstück, Abendessen

Tag 14 : Nationalpark Dilidjan

Ein Tag für die Natur — oder für die Stille. Im Nationalpark Dilidjan können Sie wandern: vom kleinen See Parz bis in den Ort Gosh, oder zu den Wasserfällen bei Dilidjan. Die Wälder hier sind dicht und kühl, die Wege gut markiert.

Wer lieber weniger Kilometer macht, besucht das Kloster Haghartsin, das sich zwischen den Bäumen versteckt wie ein gut gehütetes Geheimnis. Drei Kirchen und ein Refektorium aus dem 10. bis 14. Jahrhundert — kaum Touristen, viel Atmosphäre.

Strecke: ca. 20 km (Eingang Nationalpark) / Fahrtzeit: ca. 0,5 Std. — Frühstück, Abendessen

Tag 15 : Der Sewansee

Der Sewansee ist eine der großen Landschaftserfahrungen dieser Reise. Auf fast 1.900 Metern über dem Meeresspiegel liegt einer der größten Hochgebirgsseen der Welt — das Wasser wechselt die Farbe je nach Licht zwischen tiefblau, grau und silber. Die Halbinsel mit ihrem mittelalterlichen Kloster Sevanavank ist der bekannteste Aussichtspunkt — aber die Fahrt entlang des Ufers ist mindestens genauso eindrucksvoll.

Am Nachmittag fahren Sie weiter in den Ort Jeghegis, landschaftlich reizvoll in einem Bergtal gelegen — ein ruhiger, stiller Gegenort zur Weite des Sees.

Strecke: ca. 160 km / Fahrtzeit: ca. 2,5 Std. — Frühstück, Abendessen

Tag 16 : Durch die Araratebene nach Jerewan

Erster Halt: Areni, ein Weinbaudorf im Tal des Arpa auf 1.054 Metern. Armenien ist nach Georgien das älteste Weinbauland der Welt — in einer Höhle bei Areni wurde die älteste bekannte Weinkelterei der Menschheitsgeschichte entdeckt, über 6.000 Jahre alt. Probieren Sie den lokalen Wein, besichtigen Sie die Höhlenausgrabungsstätte. Hier liegt auch der weltweit älteste vollständig erhaltene Lederschuh — 5.500 Jahre alt.

Dann die Fahrt in die Araratebene — eine offene, weite Landschaft mit dem Ararat am Horizont. Das Kloster Khor Virap liegt direkt an der türkischen Grenze: ein armenisches Heiligtum mit dem Blick auf den heiligen Berg, der politisch in der Türkei liegt, aber kulturell und spirituell Armenien gehört. Ein Bild, das man lange mit sich trägt.

Anschließend weiter nach Jerewan, der Hauptstadt Armeniens.

Strecke: ca. 160 km / Fahrtzeit: ca. 2,5 Std. — Frühstück

Tag 17 : Jerewan

Um 10 Uhr treffen Sie Ihren deutschsprachigen armenischen Guide für einen Spaziergang durch Jerewan. Die Stadt überrascht viele Reisende: lebhafter als erwartet, voller junger Menschen, Cafés, Galerien und einer Architektur aus rosafarbenem und rotem Tuffstein, die der Stadt ihren Spitznamen „die rosarote Stadt” eingebracht hat.

Am Nachmittag empfehlen wir die Fahrt ins Umland: zum heidnischen Tempel von Garni aus dem 1. Jahrhundert — der einzige erhaltene griechisch-römische Tempel im gesamten postsowjetischen Raum — und zum Kloster Geghard, das teilweise in den Fels gehauen ist und zur UNESCO-Welterbeliste gehört. Rückfahrt nach Jerewan.

Strecke: ca. 70 km / Fahrtzeit: ca. 2 Std. — Frühstück

Tag 18 : Gjumri — und ein Abend in einer armenischen Familie

Gjumri, die zweitgrößte Stadt Armeniens, trägt ihre Geschichte sichtbar im Gesicht. Das Erdbeben vom 7. Dezember 1988 hat die Stadt schwer getroffen — und doch: Gjumri hat sich neu erfunden. Die Altstadt aus rot-schwarzem Vulkangestein wurde restauriert, die Kunstszene ist lebendig, die Menschen sind bekannt für ihren Humor und ihre Herzlichkeit.

Ein Spaziergang durch das Zentrum und den Stadtpark, ein Besuch der kleinen Galerie Aslamazyan — und dann der Abend: Sie werden um 17 Uhr am Hotel abgeholt und zu einer armenischen Gastfamilie gebracht. Ein kulinarischer Abend, der kein Restaurant ersetzen kann: selbstgekochte Speisen, Gespräche, Gastfreundschaft in ihrer ursprünglichsten Form. Dieser Abend ist für viele Reisende der Höhepunkt der gesamten Reise.

Strecke: ca. 130 km / Fahrtzeit: ca. 2 Std. — Frühstück, Abendessen

Tag 19 : Zurück nach Georgien — Wardsia

Von Armenien kehren Sie heute nach Georgien zurück — aber in ein Georgien, das Sie noch nicht kennen. Der Süden des Landes ist wilder, karger, weniger bereist. Das tief eingeschnittene Tal der Kura führt Sie nach Wardsia, einer Höhlenstadt aus dem 10. bis 15. Jahrhundert, die in die Felswände des Kleinen Kaukasus gehauen wurde.

Über 300 Höhlen, Kirchen, Gänge, ein Refektorium — und eine Aussicht über das Tal, die die Dimensionen dieses Ortes erst verständlich macht. Ein Guide vor Ort hilft, die Geschichte lebendig zu machen. Dann weiter nach Achalziche, wo Sie in der Festungsanlage Rabat den Abend verbringen.

Strecke: ca. 160 km / Fahrtzeit: ca. 3,5 Std. — Frühstück

Tag 20 : Über den Kleinen Kaukasus nach Batumi

Eine der schönsten Tagesfahrten der gesamten Reise. Von Achalziche fahren Sie über den Goderzi-Pass auf 2.025 Metern durch den Kleinen Kaukasus nach Batumi. In den Dörfern am Pass leben muslimische Georgier, deren Heimat vom 16. bis 19. Jahrhundert zur Türkei gehörte — ein weiteres Beispiel für die vielschichtige Geschichte dieser Region.

Hinter den Bergen verändert sich die Landschaft dramatisch: Die trockene Hochebene weicht einem immer subtropischeren Klima. Zitrusbäume, Weinreben, Tabakfelder — und schließlich, auf drei Metern über dem Meeresspiegel, Batumi. Die Hafenstadt am Schwarzen Meer empfängt Sie mit Palmen, Promenade und Meeresluft.

Strecke: ca. 170 km / Fahrtzeit: ca. 6 Std. — Frühstück

Tag 21 : Freizeit in Batumi

Batumi gehört Ihnen. Die Stadt hat eine lebhafte Altstadt mit Cafés und Restaurants, einen bunten Basar, einen Fischmarkt, eine Seilbahn mit Blick über die Stadt und das Meer — und eine kilometerlange Promenade am Kieselsteinstrand des Schwarzen Meeres.

Schwimmen, schlendern, essen, ausruhen. Nach 21 Tagen durch drei Länder ist heute der richtige Tag, um nichts zu müssen.

Frühstück

Tag 22 : Fahrt nach Tbilissi

Die letzte Fahrt Ihrer Reise — etwa sechs Stunden durch Georgien zurück nach Tbilissi. Unterwegs lässt sich die Reise Revue passieren: Baku, Gobustan, Khinaliq, Sheki, Kachetien, der Kasbek, Tbilissi, Dilidjan, der Sewansee, Jerewan, Gjumri, Wardsia, Batumi.

Am Nachmittag in Tbilissi: ein letztes Schwefelbad, ein letztes Glas Wein, ein letzter Spaziergang durch die Altstadt. Wagenabgabe am Hotel.

Frühstück

 

Tag 23 : Abflug ab Tbilissi

Transfer zum Flughafen. Abreise.

Frühstück

ANMERKUNGEN

TERMINE

  • Individuelle Termine nach Absprache möglich-
  • Empfohlene Reisezeit: Mai bis Oktober-

REISEPREIS

  • Ab 2.750 € / Erwachsener

UNSERE LEISTUNGEN

  • Professionelle Reiseplanung, Organisation und Begleitung durch unser erfahrenes Team in Tbilissi, Baku und Jerewan
  • Individuelle Reiseunterlagen mit detailliertem Routenplan, Karten, Tipps und allen wichtigen Kontakten
  • 2x Airport Transfer (Ankunft Baku / Abflug Batumi oder Tbilissi)
  • 3x Stadtführung mit deutschsprachigem Guide (Baku, Tbilissi, Jerewan)
  • Übernachtungen im Doppelzimmer in 4*- und 3*-Hotels sowie ausgewählten Gasthäusern — Einzelzimmer auf Anfrage
  • Verpflegung gemäß Programm (Frühstück täglich, Abendessen an ausgewählten Tagen)
  • 1x Begrüßungsessen in Baku am ersten Abend
  • 1x Weinverkostung auf einem Weingut in Kachetien
  • 1x Kulinarischer Nachmittag in einer lokalen Familie in Dshuta
  • 1x Kulinarischer Abend in einer armenischen Gastfamilie in Gjumri
  • Mietwagen SUV-Geländewagen (z.B. Nissan Qashqai 4x4, Nissan Xterra o.ä.) — inklusive aller Kilometer und weiterer Fahrer
  • Vollkaskoversicherung 100% und Haftpflicht (50.000 USD) für Georgien und Armenien
  • Haftpflichtversicherung OSAGO (ca. 10.000 USD) und Vollkasko mit Selbstbeteiligung 100 EUR für Aserbaidschan

ZUSÄTZLICHE KOSTEN

  • Flug nach Baku / ab Batumi oder Tbilissi (auf Wunsch vermitteln wir Ihnen ein passendes Flugangebot über unseren deutschen Partner)
  • Optionale Zusatzhaftpflicht für Georgien und Armenien mit 1.000.000 USD Deckung — 65,00 EUR
  • Trinkgelder für Guides, Gastgeber und Fahrer
  • Spritkosten
  • Persönliche Ausgaben